Woche 11: Skateboardfahren, Elternabend, Verabschiedung Lehrer, christmas play, christmas party

Wie ich es auch aus Deutschland gewohnt bin, läuft die letzte richtige Schulwoche des Jahres immer etwas chaotisch ab. Das ist auch in Namibia nicht anders. Wenn dann aber zu dem normalen Stress noch etliche Weihnachtsveranstaltungen und die Vorbereitungen für eine Klassenfahrt kommen, kann es durchaus zur Herausforderung werden, noch regulären Unterricht zu machen. Dafür hat es diese Woche aber ganz gut geklappt.

Die Woche 11 war insgesamt sehr kurz und dafür aber ziemlich vollgestopft. Bereits am Montagnachmittag hat die Môreson zu einem Elternabend eingeladen, damit die letzten Infos zur Klassenfahrt nächste Woche rausgegeben werden und die Eltern die letzten Fragen stellen konnten.

Was für Constantin und mich aber das Highlight der Woche war, war mit Abstand unser Empfang von den Kindern an der Schule: Da wir aufgrund des Zwischenseminares ja am Freitag und am Montag nicht an der Schule sein konnten, ist der Sportunterricht an den beiden Tagen ausgefallen. Dementsprechend euphorisch wurden wir empfangen! Neben den zur Normalität gewordenen Umarmungen der SchülerInnen, kam auch etliche Male die Frage, wo wir die beiden Tage gewesen sind und die Aussage, dass sie froh sind, dass wir zurück sind (manche hatten schon gedacht, dass wir zurück nach Deutschland geflogen sind). Zu sehen, dass die Kinder uns nach nur so kurzer Zeit schon ins Herz geschlossen und uns direkt vermisst haben, hat uns sehr berührt und gefreut!

Im Sportunterricht sind wir diese Woche nochmal Skateboardfahren gewesen, da es insgesamt etwas chaotisch zuging und die Klassen auch z.T. dezimiert waren, weil parallel die letzten Proben für das Krippenspiel liefen.

Am Mittwoch sind nach der 6. Stunde alle LehrerInnen und einige Angestellte ins Avani Hotel gefahren, um bei einem gemeinsamen Essen Ms. Cotzee und Mr. Alukolo zu verabschieden, die die Schule leider nach diesem Jahr verlassen werden. Das Buffet war sehr groß und super lecker und dadurch, dass man mal mit anderen Leuten beim Essen zusammensaß, hat man sich mit Leuten unterhalten, die man noch nicht so gut kennt.

Der Donnerstag war mit Programm vollgepackt, da die Vorbereitungen für das Krippenspiel (christmas play) auf Hochtouren liefen. Neben der Generalrpobe und dem Dekorieren der Halle wurden auch die Kostüme anprobiert und Änderungen vorgenommen. Nachmittags haben wir auch kein Hockeytraining gemacht, damit die SchülerInnen abends nicht so müde sind, dass sie sich nicht mehr konzentrieren können. Auf 18 Uhr waren alle SchülerInnen mit ihren Familien in die Halle auf dem Campus eingeladen. Für den Abend hatten sich alle schick angezogen und es war schön, auch die Familien der Kinder zu sehen. Das Programm wurde von verschiedenen Klassen zusammengestellt: Einige Klassen hatten Weihnachtslieder einstudiert und damit zum Programm beigetragen. Der Höhepunkt des Abends war das schon seit langer Zeit geprobte Krippenspiel, das sehr unterhaltsam war und man muss an dieser Stelle allen Beteiligten – SchülerInnen sowie LehrerInnen – ein großes Lob aussprechen, dieses umfangreiche Projekt so gut einstudiert und umgesetzt zu haben. Außerdem gab es eine „graduation“-Feier, bei der diejenigen SchülerInnen, die dieses Jahr 18 Jahre alt geworden sind, offiziell mit der Schule fertig sind und sozusagen ihren Abschluss gemacht haben, bejubelt wurden. Dafür haben alle schwarze Mäntel und viereckige schwarze Hüte angezogen und wurden einzeln auf die Bühne gerufen, begleitet von epischer Musik. Nachdem zu jeder Person eine kleine Anekdote erzählt wurde, hat jede*r ein Zertifikat bekommen. Die ganze Feier war für alle Beteiligten, besonders für die betroffenen SchülerInnen sehr emotional und so sind doch einige Tränen geflossen.

Dann war er da! Der Tag, auf den alle gewartet hatten – die christmas party stand endlich an! Schon seit Wochen war eine riesige Vorfreude bei den Kindern zu spüren und die Kinder konnten es kaum erwarten, weshalb am Freitag auch alle ziemlich aufgedreht waren. Mit zwei Bussen ist die gesamte Schule mit den LehrerInnen zum Bahnhof in Windhoek gefahren, wo der erste große Höhepunkt wartete: das Zug fahren. Da niemand von den SchülerInnen jemals Zug gefahren ist, war die Freude darüber, nun endlich Zug zu fahren, sehr groß. Nachdem hunderte Bilder und Selfies vor dem Zug gemacht wurden, ging es mit einem für deutsche Verhältnisse gemächlichen Tempo aus Windhoek raus. Ziel der Fahrt war die Heja Lodge, die wir nach ca. einer Stunde Fahrt erreicht haben. Von der Bahngleise wurden wir in Jeeps zur Lodge gefahren, wo wir schließlich Mittag und ein Eis gegessen haben. Relativ zügig sind wir auch schon wieder zum Zug und nach Windhoek zurückgefahren.

Nachdem ich jetzt selbst das erste Mal Begleitperson bei einem Schulausflug war, kann ich deutlich besser nachvollziehen, warum Ausflüge für die LehrerInnen meistens relativ anstrengend sind… 🙂

Das Wochenende lief leider anders ab als geplant: Ich habe das gesamte Wochenende krank im Bett verbracht. Seit Donnerstag hatte ich schon starke Magenschmerzen, die im Laufe des Freitags immer schlimmer geworden sind. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, im Bett liegen zu bleiben und nichts mehr zu essen, bevor es mir nicht besser geht. Zum Glück ging es mir Sonntagabend wieder einigermaßen gut, sodass ich meinen großen Rucksack für eine ganz besondere Klassenfahrt packen konnte…

Bis bald!

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